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Ist Ausbesserungslack für ein Motorrad derselbe wie Ausbesserungslack für Auto?

von Monika Studnicka /

Alle Autofahrer fürchten den Moment, an dem sie feststellen, dass der Lack Ihres Autos beschädigt ist. Der Gedanke an "was und wie konnte das passieren?" schießt einem durch den Kopf. Doch wichtiger ist, dass Sie sich jetzt fragen, wie Sie das beheben können. Auch wenn es sich nur um einen Schaden handelt, der lediglich die Optik Ihres Fahrzeugs beeinflusst.

Sie haben versucht, den Kratzer im Lack zu polieren ... Es funktioniert nicht. Sie durchsuchen jeden Schrank und jede Schublade nach einem Permanentmarker oder Nagellack, der zur Farbe Ihres Autos passt...Vergeblich. Aber "aha!", Sie haben ein Motorrad, und sie finden eine Lackdose, die von der Farbe her passen könnte. Aber ist Motorradlack wirklich dasselbe wie Autolack?

Schauen wir uns die einzelnen Lackschichten an

Kurz gesagt, ja, der Ausbesserungslack eines Motorrads – der Lackierprozess und die Mischungen generell – sind dem eines Autos sehr ähnlich. So können Sie in diesem oben genannten Szenario das Reparaturset Ihres Motorrads für Ihr Auto verwenden. Oder umgekehrt, das Reparaturset eines Autos kann an einem Motorrad verwendet werden, ohne dass Sie einen Unterschied feststellen werden, solange der Lack selbst farblich übereinstimmt.

Dies liegt daran, Motorrad- und Autolack so ziemlich gleich ist, obwohl man hier zwischen der Lackierung von Kunststoff- und Metallteilen unterscheiden sollte. Ansonsten ist die Art der Farbe und wie man sie aufträgt, nicht anders, egal ob das jeweilige Fahrzeug zwei oder vier Räder hat. Im Allgemeinen besteht der Lack aus mehreren Schichten.

Grundierung - Dies ist die unterste Lackschicht, die direkt auf die Karosserie aufgetragen wird, sei es Metall oder Kunststoff. Die Grundierung bewirkt vor allem eine bessere Haftung zwischen der Karosserie und den darauffolgenden Farbschichten. Darüber hinaus kann eine Grundierung beim Nivellieren oder Glätten der Oberfläche der Karosserie helfen. Dadurch werden alle Mängel ausgebügelt und die Farbe sieht nach dem Auftragen schöner aus. Die Grundierung schützt außerdem die Karosserie vor grösseren Schäden.

Basislack - Basislack gibt es in allen Farben und Schattierungen, und wird direkt auf die Grundierung aufgetragen. Der Basislack sorgt für den Farbton, den Sie am Ende der Lackierung erhalten wollen. Basislacke sind in verschiedene Pigmente unterteilt, die jeder Lackierung ihren ganz eigenen Farbglanz verleihen. Glänzende Lacke sind am einfachsten aufzutragen und werden für Auto- und Motorradlackierungen am häufigsten verwendet. Inzwischen sind Metallic-Lackierungen teurer, da diese Metall- oder Aluminiumpartikel enthalten, die den Lack funkeln lassen.

Klarlack – Dies ist die oberste Schicht und wird nach dem Trocknen des Basislacks aufgetragen. Optional könnte zwischen Basis- und Klarlack ein "Zwischenlack" aufgetragen werden, wenn Sie sich für einen qualitativ hochwertigeren Tricolor-Lack entscheiden. Bei einem Klarlack handelt es sich um eine transparente Schicht, die eine Schutzschicht auf dem Lack bildet. Klarlacke sehr widerstandsfähig gegen Abrieb oder kleinere Beschädigungen sowie klima-, temperatur- und UV-beständig.

Einige wichtige Dinge, die Sie sich merken sollten

Die Lackierungen von Auto und Motorrad sind sich also im Allgemeinen sehr ähnlich. Tatsächlich werben einige Reparatursets für Ausbesserungslacke offen damit, dass sie für beide Fahrzeugtypen taugen. Das einzige, worauf Sie achten sollten, ist ein Reparaturset zu finden, das zu Ihrem jeweiligen Fahrzeug passt. Bei einigen Marken ist das relativ einfach, zum Beispiel BMW, da diese Autos und Motorrädern herstellen.

Einige Lackierungen sind sich sehr ähnlich oder sogar gleich. Zum Beispiel dunkelblauer Lack, ist bei einem Motorrad oder einem Auto von BMW mehr oder weniger gleich. Wenn Sie zufällig eine Dose dunkelblauen Lack für Ihr dunkelblaues BMW- Motorrad haben, dann könnte das ebenfalls sehr gut zu Ihrem dunkelblauen BMW passen.

Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt zu beachten - Flex-Additive. Flex-Additive sind eine chemische Komponente, die normalerweise in die Grundierung oder manchmal in den Klarlack gemischt werden. Wie der Name schon sagt, hilft ein Flex-Additiv, dass sich der Lack auf die Oberfläche legt und dabei nach dem Aushärten nicht reißt. Dies ist vor allem bei der Lackierung eines Motorrads wichtig, da ein Motorrad mehr geschwungene Teilabschnitte an der Karosserie hat als ein Auto.  

Dies gilt insbesondere für die Kunststoffkarosserie und die Verkleidungen um die Kotflügel herum oder entlang der Seite. All dies kann sich unter Druck verbiegen, das ist eigentlich normal. Bei der Karosserie eines Autos ist die Verformung nicht so extrem wie beispielsweise bei einem Motorrad, weshalb Lacke für Motorräder manchmal Flex-Additive enthalten. Je dicker die Lackschichten aufgetragen werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie bei einer gebogenen Karosserie reißen.

Nichtsdestotrotz hat sich die Lackindustrie weiterentwickelt. Das führt dazu, dass selbst Grundfarben heutzutage nicht mehr so leicht reißen, auch wenn die darunter liegende Oberflächen gebogen ist. Sie müssen sich also keine allzu großen Sorgen machen. Und wenn Sie ein Reparaturset nur für einen kleinen Bereich wie einen dünnen Kratzer oder einen winzigen Lackschaden verwenden, sollten Sie sich keine Sorgen über ein Flex-Additiv im Lack machen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie tatsächlich Motorradlack für Ihr Auto verwenden können und umgekehrt. Obwohl wir trotzdem empfehlen würden, das entsprechende Reparaturset zu kaufen, können diese zur Not an beiden Fahrzeugtypen angewendet werden, wenn Sie beispielsweise das Reparaturset für Ihr Auto oder Motorrad gerade nicht finden können. Das wichtigste ist, darauf zu achten, dass die Farbe zu der restlichen Lackierung des Fahrzeugs passt oder nicht.

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